2 – Ein Leben ohne Sport.

Ultratriathlet

2 – Ein Leben ohne Sport.

Beruf als wichtigste Lebensaufgabe und wenig Zeit für andere Dinge. Partyleben und keine Anstrengungen dem Körper was Gutes zu tun.

Neue Lebensaufgaben im Beruf

Mit Eintritt ins Berufsleben hatte ich eine große Lebensaufgabe gefunden. Meinen vollen Elan und Energie steckte ich in die herausfordernden Projekte. Nun hieß es herausragenden Einsatz für die Ziele des Arbeitgebers zu leisten um die Karriereleiter nach oben zu klettern.

Ich hatte meine Erfüllung gefunden, in die ich meine besondere Aufmerksamkeit steckte. Doch vergaß ich in dieser Phase, mir selbst genügend Zeit zu gönnen um zwischen den stressigen und herausfordernden Projekten auch wieder richtig entspannen zu können.

Der Mensch kann sehr lange Zeit eine hohe Belastung gut wegstecken. Aber man darf niemals die Signale des Körpers auf Dauer ignorieren. Wenn etwas falsch läuft im täglichen Leben, dann sagt es uns der eigene Körper sehr früh. Sei es eine kleine Verkühlung, Müdigkeitsgefühl, Antriebslosigkeit, Konzentrationslosigkeit und ähnliches. Es zeigt uns der Körper stets in unterschiedlichen Ausprägungen an. Wir bekommen die Warnungen, um rechtzeitig unseren täglichen Umgang mit dem eigenen Körper zu überdenken.

Gönnen wir unserem Körper nicht die Zeit zum Erholen, holt er sie sich.

Wir sind aber so gestrickt, dass wir dies meist nicht hören (wollen). Die eigene Schwäche eingestehen und dies vielleicht auch noch unseren Mitmenschen mitteilen? Geht doch gar nicht. Ich bin doch stark und schaffe alles. Das legt sich schon wieder. Das ist nur so eine Phase. So, oder so ähnlich rechtfertigte ich mein Weitermachen. Ich verdrängte die Tatsachen und verlor so auch die Eigenschaft, die Signale des Körpers zu hören.

Ich war im Strudel gefangen. Keine Ahnung wo der Weg hinaus bloß war. Eine Sache ergab die Andere. Zu den beruflichen Schwierigkeiten kamen einige private Probleme hinzu. Natürlich nimmt man die positiven Erfahrungen mit, wenn man ein Projekt, eine Aufgabe, ein Erlebnis gut abgeschlossen hatte. Doch diese Dinge verloren zusehends an Bedeutung, wenn man sie nicht bewusst erlebte und den eigenen Focus auf die falschen Bereiche legte. Kleinigkeiten wurden zu große unüberwindbare Stolpersteine.

Hat man gerade in dieser Phase die Kraft und Energie, neue Wege zu gehen? Glauben wir wirklich, dass wir etwas ändern müssen oder können? Üblicherweise nicht. Ich hatte einfach Angst vor großen Herausforderungen und wollte mich denen nicht stellen. Es ist einfacher, es nicht zu versuchen. Die Angst vor dem Scheitern.

Mehr und mehr verlor ich die Kontrolle über mein eigenes Leben. Alkohol und Party sind für Leute in ähnlichen Situationen nicht selten der vermeintliche Heilsbringer. Doch dies währte im besten Fall nur sehr kurz und wirkte sich am Ende wie ein Brandbeschleuniger auf die Situation aus.

Bis es dem eigenen Körper zu bunt wurde und er den Reset-Knopf drückte. „Rien ne va plus“, wie es im Roulette so schön heißt. Nichts geht mehr. Over and out.

Was tun? Wie kommt man aus dieser Falle wieder raus? Wie bringt man sich selbst aus dem Strudel der Verdammnis oder kann das nur mit fremder Hilfe funktionieren?

Besinne dich auf das Wesentliche. Think positiv. Tue deinem Geist und Körper etwas Gutes. Entspanne dich vollkommen und befreie dich von den Problemen.

Das sagt sich so schön. Doch hier wieder rauszufinden, bedarf viel Durchhaltevermögen, besondere Ereignisse, Unterstützung und vor allem viel Glück…

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